news aus dem foto.blog

newsletter anmelden




social network

Facebook Image
Twitter Image

google

 

Helga Partikel

Zur XING-Gruppe:
xing-gruppe

Blogpin-Code

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de

Lexikon der Fotografie

Dieses Fotolexikon entwickelte sich aus Kursinhalten und Fragen der Teilnehmer meiner Fotokurse. Es ist auf ihre Bitte hin entstanden und wird ständig weiter entwickelt.

 

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

 

 

A

Aperture

Engl. für Blende (Kamera).
Programm von Apple zum
Optimieren, Präsentieren und Archivieren von Fotos.

...................................................................................................................

Autofocus

Scharfstellen der Kamera per Automatik.

Der Autofocus funktioniert i. d. R. nicht, wenn:

  • Zu wenig Kontrast zwischen Motiv und Hintergrund besteht.
  • Sich im Fokusmessfeld unterschiedliche Objekte in unterschiedlicher Entfernung befinden.
  • Bei regelmäßigen geometrischen Mustern oder filigranen Details.
  • Stark abweichenden Helligkeitsunterschieden im Fokusmessfeld.

...................................................................................................................

B

Belichtung

Die richtige Belichtung eines Fotos ist abhängig von der Menge Licht, die auf den Sensor/Film fällt.
Die Menge kann reguliert werden über:

  • Blende = Größe der Öffnung
  • Verschluss = Dauer der Öffnung

Licht verhält sich wie Wasser: Ob ich das Wasser in ein Glas 20 Sekunden lang bei vollem Strahl oder 10 Sekunden lang bei halb Strahl einfülle: Die Wassermenge ist immer die gleiche.

...................................................................................................................

Bit

Abk. für binary digit. Maßeinheit für die kleinste darstellbare Datenmenge.

...................................................................................................................

Blende

Die Blende bestimmt, wie viel Licht auf den Film/Sensor fällt. Sie wird bestimmt durch die Öffnung des Objektivs und bezeichnet durch die Blendenzahl. Vorangestellt wird der Buchstabe f (englisch f-stop = fraction stop)

  • Kleine Blendenzahl = große Blendenöffnung = viel Licht
  • Große Blendenzahl = kleine Blendenöffnung = wenig Licht

Also ist f 2.8 größer als f 16.

Mit jeder Blendenstufe wird die Menge des Lichts halbiert.
1,0 - 1,4 - 2,0 - 2,8 - 4,0 - 5,6 - 8,0 - 11 - 16 - 22 - 32 - 45

d. h.:

  • Verdoppelung der Zahl: 4fache Lichtmenge,
  • Halbierung der Zahl: ¼ der Lichtmenge ...

... da die Blende den Durchmesser der kreisförmigen Blendenöffnung angibt und sich z. B. bei doppeltem Durchmesser die Fläche eines Kreises vervierfacht.

...................................................................................................................

Blitzsynchronzeit

Kürzeste Zeitspanne, in der der Verschluss vollständig geöffnet ist. Die Blitzsynchronzeit stellt sicher, dass der Blitz erst ausgelöst wird, wenn der Verschluss vollständig geöffnet ist.

...................................................................................................................

Bulb-Modus

Für Langzeitbelichtungen bleibt im "bulb-Modus" der Kamera der Verschluss komplett geöffnet, so lange der Auslöseknopf der Kamera gedrückt wird.

...................................................................................................................

 

C

CCD-Sensor

Sensortyp, der die Ladung zeilenweise verschickt.

CCD = Abk. für Charge-Coupled-DeviceCMOS-Sensor

Sensortyp, der die Ladung jeder Sensorzelle einzeln verschickt. CMOS = Abk. für Complementary Metal Oxide Semiconductor

...................................................................................................................

Crop-Faktor

Eine Verkleinerung der lichtempfindlichen Fläche (Sensor) bewirkt einen Beschnitt des Bildfeldes. Der Crop-Faktor beschreibt das Verhältnis zwischen der Größe eines Kleinbildfims und einem Sensor.

Der Bildsensor ist einer Kamera ist i. d. R. kleiner als die Filmfläche eines Kleinbildfilms bzw. der Sensor einer Vollformatkamera. Dadurch entsteht der Eindruck, als sei mit einer größeren Brennweite fotografiert worden.

Beispiel: Ein Motiv wird komplett auf Sensor 24x36 mm (Kleinbildfilm) und einem kleineren Sensor aufgenommen. Bei gleicher Brennweite wäre auf dem kleinerem Sensor nur ein Ausschnitt zu sehen.

Dieser Formatfaktor wird auch Crop-Faktor genannt (von engl. to crop = beschneiden).Da die Brennweite scheinbarer verlängert ist, nennt man ihn oft auch fälschlicherweise "Brennweitenverlängerungsfaktor".

...................................................................................................................

 

D

DSLR

Digitale Spiegelreflexkamera,
engl. Digital Single Lens Reflex.

...................................................................................................................

 

F

Farbtemperatur

Licht ist unterschiedlich gefärbt (je nach Wellenlänge). Die Farbe des Lichts wird als Farbtemperatur in Kelvin (K) angegeben. Sie wird definiert als die Temperatur, auf die man einen schwarzen Körper (Metall) aufheizen müsste, damit er Licht einer Farbe abgibt. Die internationale Norm für mittleres Sonnenlicht (vor- und nachmittags) beträgt 5.500 Kelvin.

Übrigens: Das Auge interpretiert "weiß" immer als "weiß", es führt quasi einen ständigen Weißabgleich durch.

Lichtquelle Farbtemperatur
(Richtwerte)
Kerze 1.500 K
Glühlampe (40W) 2.200 K
Glühlampe (100 W) 2.800 K
Halogenlampe 3.000 K
Spätabendsonne 3.400 K
Leuchtstofflampe (Kaltweiß) 4.000 K
Morgen-/Abendsonne 5.000 K
Vormittags-/Nachmittagsonne
5.500 K
Elektronenblitzgerät
5.500 K
Mittagsonne, Bewölkung 5.500 -5.800 K
Bedeckter Himmel 6.500 K
Nebel, starker Dunst 7.500 - 7.800 K
Blaue Stunde 9.000-12.000 K

 

...................................................................................................................

 

FX-Format-Sensor

Bezeichnung von Nikon für einen Vollformatsensor.

...................................................................................................................

 

I, J

Infrarot

Lichtstrahlen mit einer Wellenlänge zwischen 780nm und 1 mm. Für das menschliche Auge sind Infrarotstrahlen nicht sichtbar.
Infrarot-Fotos zeigen die Welt anders, als sie erscheint: Grüne Pflanzen reflektieren das IR-Licht sehr stark und werden auf schwarzweißen IR-Fotos sehr hell wiedergegeben. IR-Farbfotos erscheinen uns in Falschfarben (grüne Pflanzen sehen rötlich aus).

Der Sensor einer Digitalkamera ist in der Lage IR-Licht zu registrieren, versucht aber, den Einfluss der IR-Strahlung zu minimieren, indem er den IR-Anteil ausfiltert. Je nach Kameramodell variiert die Stärke der Filterung. Für Infrarotaufnahmen benötigt man daher i. d. R. einen Filter - oder man setzt den Effekt später in Photoshop.

...................................................................................................................

ISO - Empfindlichkeit

Standard der Internationalen Organisation für Normung (ISO) für die Filmempfindlichkeitsangabe eines Films bzw. der Kamera.

Je höher die Zahl, desto lichtempfindlicher der Film/Sensor. Eine Verdoppelung der Lichtempfindlichkeit bedeutet:

  • Die Belichtungszeit kann halbiert werden
  • das Objektiv kann um eine Blendenstufe weiter geschlossen werden.
  • Je höher der ISO-Wert, desto höher die Gefahr von Rauschen (Körnung)

...................................................................................................................

JPG

Aufnahmeformat der Kameras.

Vorteile:
  • Starke Komprimierung möglich
  • Bilder fürs Web oder Versand
Nachteile
  • auch sog. verlustfreie Komprimierung hat geringe Verluste, d. h. JPGs sollten nicht mehrmals gespeichert werden.
  • nur 8 Bit
  • weniger Bearbeitungsmöglichkeiten

Wenn JPG, dann Bearbeitung in folgenden Schritten:

  • Speichern der JPG-Datei als TIFF-Datei
  • Die TIFF-Datei wie eine RAW-Datei im RAW-Konverter bearbeiten (sofern dieser es zulässt)
  • Fine-Tuning in Photoshop

...................................................................................................................

 

K

Kameratypen

Kameras werden eingeteilt nach:

  • Belichtungsmedium: Film (analog), Sensor (digital)
  • Einsatzbereich: Unterwasser-, Panoramakamera ...
  • optischem System: Kompakt-, Spiegelreflexkamera ...
  • Aufnahmeformat: Großformat-, Mittelformat-, Kleinbildkamera

...................................................................................................................

Kelvin (K)

Maßeinheit für die Farbtemperatur. Vgl. Weißabgleich

...................................................................................................................

 

L

Linse

Bauelement mit zwei lichtbrechenden Flächen zur optischen Abbildung. Mindestens eine der Flächen muss konvex oder konkav gewölbt sein. Wesentlicher Faktor ist die Brennweite, d. h. der Abstand von Brennpunkt bzw. Brennebene zur Linse.

  • Konvexlinse: Die Fläche ist nach außen gewölbt.
  • Konkavlinse: Die Fläche ist nach innen gewölbt.
  • Sammellinse: Zwei konvexe Flächen oder eine konvexe und eine ebene Fläche. Sammellinsen sind an der optischen Achse am dicksten, die Lichtstrahlen werden zur optischen Achse hin gebrochen. Ihre Brennweite f ist positiv.
  • Zerstreuungslinse: Zwei konkave Flächen oder eine konkave und eine ebene Fläche. Zerstreuungslinsen brechen parallel auftreffende Strahlen von der optischen Achse weg. Die Brennweite ist negativ.
...................................................................................................................

 

O

Objektive

Unterscheidungsmerkmale von Objektiven:

  • Brennweite: (z. B. Tele- oder Weitwinkelobjektiv)
  • konstruktive Merkmale: (z. B. Shift-Objektiv, Makrobjektiv)
  • Lichtstärke

Das Objektiv bestimmt den Bildwinkel und beeinflusst die Tiefenschärfe.

  • Teleobjektiv - lange Brennweite
    Bildet ein weit entferntes Detail bildfüllend ab.
  • Weitwinkelobjektiv - kurze Brennweite
    Stellt einen größeren Ausschnitt dar.
  • Zoomobjektiv - variable Brennweite
  • Makroobjektive - geringer Abstand zum Objekt

Auswahlkriterien

  • Brennweite
  • Lichtstärke
  • Schärferegelung (manuell oder Autofocus)
  • Marke (Anschluss an Kamera)
  • Qualität
  • ...

...................................................................................................................

 

P

Pixel

von engl. picture elements. Engl. für "Bildpunkt", kleinste Einheit eines digitalen Rasters.

...................................................................................................................

Primärfarben

Grundfarben der additiven Farbmischung: Rot, Grün, Blau.

...................................................................................................................

 

R

 

Rauschen

Es gibt zwei Arten von Rauschen

  • Luminanzrauschen
    meist über dem ganzen Bild, in den Tiefen stärker

  • Farbrauschen
    Farbe gefleckt, eher in Bildern mit hohen ISO-Werten

...................................................................................................................

RAW-Format

Aufnahmeformat von prof. Kameras.

Vorteile

  • Farbübergänge und Verläufe besser abgestuft
  • Größere Farbtiefe
  • Speicherung ohne Kompression, so wie sie der Bildwandler liefert (digitales Negativ)
  • Bessere Nachbearbeitung möglich


Nachteile

  • Sehr große Dateien
  • RAW-Konverter zur Bildbearbeitung notwendig
  • Verschiedene RAW-Formate (z. B. NEF bei Nikon, CR2 bei Canon)
    Versuch einer Vereinheitlichung: DNG von Adobe

...................................................................................................................

 

S

Schärfe

Das gesunde menschliche Auge sieht Dinge grundsätzlich scharf. Nichts ist verwackelt. Selbst wenn man sich bewegt, z. B. mit dem Kopf schüttelt, kann man Objekte anfixieren und scharf wahrnehmen.

Bei der Kamera ist Voraussetzung für die Schärfe eines Bildes eine ruhige Kameraführung. Die Lichtstrahlen, die das Bildobjekt reflektiert, werden als Lichtpunkte auf dem Film/Sensor aufgezeichnet. Daraus folgt: Nur auf der fokussieren Ebene erscheinen die Punkte als Punkte und daher scharf. Außerhalb der Schärfeebene werden Punkte als Kreise (= Zerstreuungskreise) aufgenommen. Je größer diese Kreise, desto unschärfer das Bild.

Tolerenzbereich der Schärfe = Tiefenschärfe. Sie wird bestimmt durch:

  • Brennweite
  • Blendenöffnung
  • Entfernung zum Motiv

Der Verschluss steuert die Bewegungsunschärfe. Eine kurze Verschlusszeit friert Bewegungsabläufe ein (z. B. für Sportaufnahmen). Eine lange Verschlusszeit lässt z. B. Wasser fließen oder wie Samt aussehen. Bewegungsunschärfe entsteht auch durch Mitziehen der Kamera oder bewußtes Verwackeln.

...................................................................................................................

Schärfen

Unabhängig, ob ein Motiv scharf oder unscharf dargestellt ist, digitale Fotos müssen IMMER geschärft werden.

Die drei Arten des Schärfens:

  • Schwaches Schärfen im RAW-Konverter, um Unschärfe der Kamera zu kompensieren.
  • Kreatives Schärfen in PS, oft selektiv.
  • Ausgabeschärfen je nach Ausgabemedium (Bildschirm, Druck)

...................................................................................................................

Schlitzverschluss

Zwei voneinander unabhängige Verschlussvorhänge bewegen sich vor der Sensor-/Filmebene und geben diese für die Dauer der Belichtung frei. Vgl. Verschluss.

...................................................................................................................

Sensor

Der aus Millionen winziger Fotozellen bestehende, lichtempfindliche Sensor aus Halbleitermaterial ist die "Netzhaut" der Digitalkamera.

...................................................................................................................

Shift-Objektiv

Ein Tilt & Shift-Objektiv (auch TS-Objektiv oder T&S-Objektiv) ist ein Spezialobjektiv, das ein Verschieben (engl. shift) und Verschwenken (engl.: tilt) des Linsensystems gegenüber der Filmebene ermöglicht.

...................................................................................................................

Shutter

engl. für Verschluss an der Kamera.

...................................................................................................................

Spiegelreflexkamera - SLR

Einäugige Spiegelreflexkamera (engl. Single Lens Reflex):

  • Während das Bild eingerichtet wird, bleibt der Verschluss geschlossen, der Spiegel ist unten, die Blende weit offen.
  • Beim Auslösen wird die Blende auf den eingestellten Wert geschlossen, der Spiegel hochgeklappt, das Bild im Sucher dadurch ausgeblendet. Der erste Verschlussvorhang öffnet sich, der Film/Sensor wird belichtet.
  • Der zweite Verschlussvorhang schützt die Filmebene, der Spiegel wird wieder herunter gelassen, die Blende geöffnet.

...................................................................................................................

 

T

Tilt- und Shift-Objektiv

siehe Shift-Objektiv

...................................................................................................................

TLR

Zweiäugige Spiegelreflexkamera, engl. Twin Lens Reflex.

...................................................................................................................

 

V

Verschluss

Der Verschluss bestimmt, wie lange Licht auf den Film/Sensor fällt. Er wird bestimmt durch die eingestellte Verschlusszeit. Er wird bezeichnet durch die Angabe der Sekunden(bruchteile)

Durchgesetzt hat sich folgende Skala, wobei mit jeder Verschluss-Stufe die Dauer des Lichteinfalls halbiert wird.

1 - 1/2 - 1/4 - 1/8 - 1/16 - 1/30 - 1/60 - 1/125 - 1/250 - 1/500 - 1/1000 - 1/2000 - 1/4000 - 1/8000 Sekunde

  • Zentralverschluss (engl. central shutter)
    Einsatz hauptsächlich in Kompakt-, Mittelformat- und Großformatkameras. Kurvenförmige Lamellen öffnen den Verschluss für die Dauer der Belichtung radial.

  • Der Schlitzverschluss
    Einsatz bei Spiegelreflex- und Mittelformatkameras
    Zwei Verschlussvorhänge bewegen sich vor der Sensor-/Filmebene und geben diese für die Dauer der Belichtung frei. Nach der Auslösung öffnet sich der erste Vorhang und gibt den Film/Sensor frei. Ist die gewünschte Belichtungszeit erreicht,
    deckt der zweite Vorhang den Film/Sensor wieder ab.

...................................................................................................................

Vollformat-Sensor

Sensor in der Größe eines Kleinbildfilms. Nutzt die Größe des Bildkreises des Objektivs weitgehend aus.

...................................................................................................................

 

W

Weißabgleich

Eine Kamera sieht Farbe entsprechend dem tatsächlichen Licht, also der vorherrschenden Farbtemperatur. Mit dem Weißabgleich wird die Beleuchtung durch eine andere Gewichtung der RGB-Anteile ausgeglichen.

Die Farbtemperatur wird in Kelvin angegeben. Die internationale Norm für mittleres Sonnenlicht (vor- und nachmittags) beträgt 5.500 Kelvin.

Je nach eingestelltem Weißabgleich erscheint dasselbe Motiv daher in anderem Licht.

...................................................................................................................

 

Z

Zentralverschluss

Kurvenförmige Lamellen öffnen den Verschluss für die Dauer der Belichtung radial. Vgl. Verschluss.